Über Buon Caffè by Luca
Mit meinem Knowhow im Onlinehandel, eigener Initiative und viel persönlichem Einsatz habe ich labottegadelcaffe.ch als Onlineshop für italienischen Kaffee aufgebaut und über die Jahre weiterentwickelt. Begonnen hat dieser Weg mit einem stationären Kaffeeangebot und meinem Onlineshop unter Michelli Design. Seit dem Bruch führe ich den Shop unter Buon Caffè by Luca eigenständig weiter.

Warum ich Kaffee auch online verkaufen wollte
Meine ersten Erfahrungen mit einem eigenen Onlineshop hatten noch nichts mit Kaffee zu tun. Ich beschäftigte mich mit iPhone-Jailbreaks, selbst gestalteten Lockscreens und eigenen Tweaks. Mich faszinierte, dass ich aus einer eigenen Idee ein Angebot machen konnte, für das andere Menschen bereit waren zu bezahlen.
Über einen ersten Onlineshop verkaufte ich solche iPhone-Erweiterungen und verdiente damit meine ersten paar Hundert Franken. Und ich war damals erst 17! Diese Verkäufe zeigten mir, dass ich mit etwas Selbstgebautem Menschen erreichen und eigene Einnahmen erzielen konnte. Genau das wollte ich weiterentwickeln.
Später sammelte ich weitere Erfahrungen in E-Commerce-Projekten und in der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Mit webjungle.ch war ich auch selbst als Webdienstleister tätig. Shopaufbau, digitale Angebote und Markenentwicklung begleiteten mich also schon, bevor der Kaffee dazukam.
Damals entstand eine Zusammenarbeit mit einem stationären Handelsbetrieb. Mit Michelli Design brachte ich meine Erfahrung aus dem Onlinehandel ein und ergänzte das bestehende Kaffeeangebot um einen Onlineshop. Mein Beitrag lag im digitalen Aufbau und in dessen Weiterentwicklung.
Für den Start setzte ich erste gezielte Tests mit Google Ads auf. Die Werbeausgaben bezahlte ich aus eigener Tasche. Ich wollte herausfinden, wie ich mit sauber aufgesetzten Kampagnen Menschen auf den Shop aufmerksam machen konnte.
Das war noch vor dem grossen Online-Schub der Corona-Zeit. Die heutigen KI-Helfer standen mir dabei nicht zur Verfügung. Vieles war für uns neu: Kampagnen aufsetzen, testen, auswerten und daraus lernen. In diesen Aufbau floss mein eigenes Handwerk – und auch mein eigenes Geld.
Damals vertraute ich darauf, dass wir das innerhalb der Familie gemeinsam hinbekommen würden. Mein Gedanke dabei:
«Aber hey, wir sind ja eine Familie. Das kommt schon gut.»
Der Ausbau während der Corona-Zeit
Anfangs gingen einzelne Bestellungen ein. Der Onlineshop ergänzte den stationären Verkauf; parallel gab es ein Bistro. Mit der Zeit beschäftigte mich die Frage, auf welchen Bereich ich meine Arbeit stärker ausrichten wollte.
Die Corona-Zeit brachte vor allem das Bistro wirtschaftlich unter Druck. Wegen der damaligen Einschränkungen konnte es zeitweise nicht öffnen. Laufende Kosten und Löhne mussten dennoch gedeckt werden. Gleichzeitig nahm die Nachfrage im Onlineshop zu.
Neben dem Shopaufbau übernahm ich weiterhin administrative Aufgaben aus der damaligen Zusammenarbeit. Meine Zeit hätte ich lieber stärker in den Onlineshop investiert.
Mit dem wachsenden Onlineshop wollte ich helfen, die finanziellen Belastungen der Corona-Zeit aufzufangen und eine tragfähige Grundlage für uns als Familie zu schaffen. Dafür setzte ich mein Wissen über Shopaufbau, Markenentwicklung und digitales Marketing ein. Der Onlineshop nahm in meinem Arbeitsalltag immer mehr Raum ein.
Irgendwann sprach ich klar aus, dass ich mich auf den Onlineshop konzentrieren wollte. Dort sah ich für mich die besseren Entwicklungsmöglichkeiten und die Chance auf geregeltere Arbeitszeiten.

Mehr Platz für ein wachsendes Geschäft
Mit zunehmendem Bestellvolumen wurden Lagerfläche und Organisation wichtiger. Ich wollte ein grösseres Lager, weil ich an die Möglichkeiten des Onlinegeschäfts glaubte und überzeugt war, dass wir diesen Platz brauchen würden.
Bei einer Besichtigung mit der Verwaltung standen mein Vater und ich mitten in einer grossen, noch leeren Lagerhalle. Die grössere Fläche bedeutete auch eine höhere Miete. Dort stellte mein Vater mir die Frage, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist:
«Luca, bist du sicher, dass du diese Miete tragen kannst?»
Meine Antwort war ein klares Ja. Ich glaubte an den nächsten Schritt und wollte ihn gehen. Gleichzeitig wusste ich, dass ich damit persönlich Verantwortung für die laufenden Kosten übernahm.
Über mehrere Jahre summierten sich die Erlöse des Onlineshops auf einen siebenstelligen Betrag. Für mich zeigte diese Entwicklung, wie aus dem kleinen Onlineshop ein fester Bestandteil des Geschäfts geworden war. Mit dem Wachstum kamen auch neue Fragen zur Ausrichtung und zur weiteren Zusammenarbeit.
Ein neuer Abschnitt auf meinem unternehmerischen Weg
Ich wollte das gewachsene Geschäft auf eine klare, professionelle Grundlage stellen und setzte mich deshalb auch für eine gemeinsame Unternehmensgründung ein. Mir war wichtig, unsere Beiträge und die weitere Zusammenarbeit verbindlich zu regeln.
Im weiteren Verlauf sprachen wir darüber, den Onlinehandel und das stationäre Geschäft getrennt weiterzuführen. Mit diesem Ansatz war ich einverstanden. Die Zusammenarbeit entwickelte sich dann anders, als ich es mir gewünscht hatte, und endete schliesslich.
Über längere Zeit hatte ich viel Arbeit, Zeit und eigenes Geld in den Aufbau investiert. Parallel dazu war ich bei einem anderen Unternehmen in Teilzeit angestellt. Die Zeit neben dieser Anstellung nutzte ich bewusst für den Onlineshop und stellte eigene finanzielle Wünsche zurück. Meine Erfahrungen aus früheren Start-ups und Zusammenarbeiten halfen mir: Ich wusste, dass Unternehmensaufbau auch persönliche Einschränkungen bedeutet. Mit bewusst eingeteilten Ausgaben konnte ich mit knapp CHF 3’500 über die Runden kommen.
Die Trennung habe ich als persönlichen und beruflichen Einschnitt erlebt. Auch die Kommunikation über die Zukunft des Shops hat mich in dieser Phase belastet. Eine damalige E-Mail ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Für mich stand fest, dass ich meine Arbeit am Onlineshop fortsetzen und meinen eigenen Weg weitergehen wollte.
Mit webjungle.ch bin ich auch als Webdienstleister tätig. In meine Projekte fliesst viel persönliche Arbeit; deshalb ging mir diese Zeit auch beruflich nahe. Mir war wichtig, meinen weiteren Weg nachvollziehbar zu machen und durch meine Arbeit weiter Vertrauen aufzubauen.
Business ist Business. Für mich war dieser Übergang trotzdem schmerzhaft. Ich wollte meine Arbeit fortsetzen und nach vorne schauen.
Seitdem führe ich labottegadelcaffe.ch eigenständig weiter.
Ein Fünf-Franken-Kaffee und eine Fahrt im Schnee
Zu meinen Erinnerungen an diese Jahre gehören auch die Begegnungen mit italienischen Maschinenherstellern. Bei einem Gespräch mit einem dieser Hersteller in einem Restaurant bezahlten wir fünf Franken für einen Kaffee. Als der Exportverantwortliche den Preis sah, wurde ihm plötzlich klar, welche Möglichkeiten die Schweiz für ihre hochwertigen Maschinen bieten konnte.
Für mich sind es solche Momente, die bleiben: wenn aus einem Gespräch eine Idee wird und Menschen anfangen, gemeinsam weiterzudenken. Ich bin stolz darauf, beim Aufbau des offiziellen Vertriebs dieses Herstellers in der Schweiz mitgewirkt zu haben. Wenn ich heute eine dieser Maschinen sehe, denke ich auch an diese Anfänge und die Menschen dahinter zurück.
Eine andere Erinnerung ist mit einer Maschinenabholung verbunden. Gemeinsam mit meiner heutigen Frau wollte ich eine Padmaschine eines anderen italienischen Herstellers nach der Prüfung für die Energieeffizienzkennzeichnung abholen. Wir blieben im tiefen Schnee stecken.
Damals war das ziemlich mühsam. Heute ist es eine der Geschichten, über die meine Frau und ich wieder lachen können. Hinter einer Maschine im Sortiment steckt manchmal eben auch eine gemeinsame Erinnerung. Solche Erlebnisse und die Beziehungen, die über die Jahre entstanden sind, gehören für mich genauso zur Geschichte des Shops wie dessen Entwicklung.

Meine Rolle im damaligen Videoporträt
Ein Gründerporträt aus dieser Zeit zeigt die damalige Zusammenarbeit. Die dort angesprochene Partnerfirma war meine Michelli Design.
Mit Michelli Design brachte ich mein technisches Knowhow ein, unterstützte die Weiterentwicklung des Kassensystems und trieb den Onlineshop voran. Dahinter stand die praktische Erfahrung aus meinen bisherigen digitalen Projekten.
Mit webjungle.ch bin ich auch selbst als Webdienstleister tätig. Dieses Handwerk floss in die damalige Zusammenarbeit ein – vom Webauftritt bis zur Arbeit am Onlineshop.
Seit dem Bruch: Buon Caffè by Luca
Seit dem Bruch führe ich den Shop unter dem Namen Buon Caffè by Luca ausschliesslich über mein Unternehmen Michelli Design weiter. Im November 2026 habe ich den Shop gestalterisch und technisch erneuert. Mein Angebot bleibt auf italienischen Kaffee, passende Maschinen und Zubehör ausgerichtet.
Ich kümmere mich um die Weiterentwicklung des Shops und bin für die persönliche Beratung da. Wenn du Unterstützung bei der Auswahl brauchst, schauen wir auf deine Maschine, deine bevorzugte Zubereitung und deinen Geschmack.
Dafür stehen dir der Coffee Finder, der Kaffeeratgeber und der direkte Kontakt zu mir zur Verfügung.